Der Raub von Kameruns KulturerbeWahn und Wissenschaft

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Die Königin der Nso-Dynastie wird als Vermittlerin zwischen den Lebenden und Gott verehrt. Die große geschnitzte, mit Muscheln verzierte Figur stammt aus Kamerun - wo deutsche Ethnologen, aber auch Missionare und Lehrer die Stammeskunst plünderten.
Die Königin der Nso-Dynastie wird als Vermittlerin zwischen den Lebenden und Gott verehrt. Die große geschnitzte, mit Muscheln verzierte Figur stammt aus Kamerun - wo deutsche Ethnologen, aber auch Missionare und Lehrer die Stammeskunst plünderten. (Foto: SMB / Eric Hesmerg/bpk / Ethnologisches Museum, SMB)

Kamerunische und deutsche Experten haben erforscht, wie 40 000 Objekte aus der Kolonie in deutsche Museen gelangten. Ihr Bericht gibt der Restitutionsdebatte eine neue Wendung.

Von Jörg Häntzschel

Es passiert nicht oft, dass Kunsthistoriker bei einer wissenschaftlichen Konferenz in Tränen ausbrechen, dass sie zu einer Schweigeminute aufrufen, dass sie ihrem Material Triggerwarnungen voranstellen. Sie haben aber auch selten mit massenhaftem Mord, mit der Auslöschung ganzer Kulturen zu tun - geschehen im Namen ihrer eigenen Disziplin.

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NS-Raubkunst
:Auf wessen Kosten?

In Köln soll ein Gemälde von Max Pechstein versteigert werden, das einem jüdischen Arzt gehörte, der vor den Nazis fliehen musste. Warum Deutschland endlich ein Raubkunst-Gesetz braucht, das auch für Sammler gilt.

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