DebatteSo rette doch jemand diese Stadt

Lesezeit: 4 Min.

Kai Wegner beim 36. Parteitag der CDU Deutschlands im Estrel Hotel in Berlin Neukölln (2024).
Kai Wegner beim 36. Parteitag der CDU Deutschlands im Estrel Hotel in Berlin Neukölln (2024). Friedrich Bungert

Demnächst wird gewählt in der Hauptstadt, die Umfragen liefern Grund zur Sorge – und Kai Wegner will nicht mehr kandidieren. Es fragt sich, ob damit irgendetwas gewonnen ist. Denn Berlin bleibt letztlich: Berlin.

Von Claudius Seidl

SZ bei Google bevorzugen

Kai Wegner, als Spitzenkandidat zurückgetreten, aber bis zur Wahl im September noch Regierender Bürgermeister von Berlin, ist ein Mann wie seine Stadt – wie jener Teil von ihr jedenfalls, der einheimisch und eingeboren ist, weiß und garantiert nicht zugezogen aus der deutschen oder der anatolischen Provinz. Wer nicht zu ihnen gehört, nennt diese Leute gern Piefkes; wer neu in die Stadt kommt, meint zu spüren, dass diese Berliner eine Lust am Kampf aller gegen alle haben, eine Bereitschaft, jede Begegnung im öffentlichen Raum zu einem Kräftemessen zu machen. Sowie einen passiv-aggressiven Hang, sich selbst als zu kurz gekommen zu betrachten, weshalb jeder, der zu gute Laune hat, zu gut angezogen ist und ans gute Leben ein paar Ansprüche stellt, mit maximaler Feindseligkeit rechnen muss.

Zur SZ-Startseite

Lesekompetenz
:„Für eine Kulturnation wie Deutschland ist das ein Skandal erster Güte“

Die Zahl der Zehn- bis 15-Jährigen, die Bücher kaufen oder geschenkt bekommen, ist dramatisch eingebrochen. Wie kann das sein? Und was muss jetzt getan werden? Ein Gespräch mit der Didaktik-Professorin und Lehrerausbilderin Sabine Anselm.

SZ PlusInterview von Christine Knödler

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: