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Kafkas jüngste Schwester:Jahre der Verbitterung

Passantrag von Otilie Davidová, geborene Kafka, aus dem Jahr 1940.

(Foto: Tschechisches Nationalarchiv)

Die Historikerin Anna Hájková über Otilie Davidová, die 1942 nach Theresienstadt deportierte Schwester Franz Kafkas.

Von Anna Hájková

Am 3. August 2015 starb im Alter von 94 Jahren Věra Saudková, die Tochter von Kafkas Lieblingsschwester Ottla. Meist wird Ottla nur als Empfängerin der Briefe ihres berühmte Bruders gesehen, und als seine Mitbewohnerin in Zürau. Jenseits von Legenden wissen wir kaum etwas über die wirkliche Ottla in ihren letzten Jahren im Holocaust, über die Scheidung von ihrem nichtjüdischen Ehemann, über ihren Ort in der jüdischen Geschichte, in der Geschichte des Holocaust. Die letzte Kafka-Biografie des Holocaust-Historikers Saul Friedländer berichtet über die Familie nach dem Tod von Franz Kafka nicht weiter. Anhand bisher nie gesichteter Quellen lässt sich Ottlas Geschichte jetzt rekonstruieren, die Geschichte einer komplizierten, verlassenen Frau jenseits sentimentalisierender Legenden.

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