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Gentrifizierungsfall "Potse":Alles muss raus

Nach jahrelangen Auseinandersetzungen soll das Berliner Jugendzentrum "Potse" am 19. Mai geräumt werden. Ersatzräume gibt es bis jetzt nicht.

Berlin verliert eine weitere Institution der Jugend- und Protestkultur. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen steht der Räumungstermin für das selbst verwaltete Jugendzentrum "Potse" fest. Am 19. Mai soll der Autonomen- und Punktreffpunkt geräumt werden, hat die "Potse" am Sonntag erklärt. Ersatzräume gibt es derzeit nicht. In dem mehr als 40 Jahre alten Jugendzentrum traten einst Jazz-Musiker wie Champion Jack Dupree auf. Nun gilt es als einer der bekanntesten Gentrifizierungsfälle Berlins. Das Land hatte das Gebäude im Ortsteil Schöneberg in den Achtzigerjahren verkauft, danach waren sie von Investor an Investor weiterverkauft worden. Wem die Räume derzeitig tatsächlich gehören, ist unklar. "Wir werden zu großen Protesten aufrufen", so Pressesprecher Paul: "Wir werden nicht rausgehen, wenn wir keine anderen Räume haben."

© SZ/zri/knb
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