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Jugendbewegung:Was sie wollen

Keine Kompromisse: Menschen wie Greta Thunberg (Foto), Rezo und Luisa Neubauer sind Gesichter einer neuen Jugendbewegung.

(Foto: AFP)

Jugendliche motivieren zusehends nicht nur ihre Generation, sondern auch die ihrer Eltern zum Umdenken. Sie politisieren sich im Netz und auf der Straße mit einem Selbstbewusstsein, das verwirrt.

Von Theresa Hein und Quentin Lichtblau

Einer der klassischen Elternsätze unserer Zeit ist dieser hier: Du kannst alles sein, was du willst. Unzählige junge Menschen sind mit ihm aufgewachsen, haben ihn verinnerlicht. Die Umsetzung äußerte sich bis vor Kurzem in radikal-individualistischer Selbstverwirklichung: Du kannst vielleicht nicht die Welt verändern, aber dich selbst. Dieser Plan mündete nicht selten in einer als Überforderung wahrgenommenen Unübersichtlichkeit von Möglichkeiten. In einer maximal ausdifferenzierten Welt mit allen Freiheiten tritt bei aller Selbstverliebtheit irgendwann die Frage auf, was man mit seinem Leben abseits der Kuratierung des eigenen Lifestyles eigentlich bewirken will, gerade bei privilegierten jungen Menschen, denen existenzielle Nöte bisher fremd waren.

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