Die Stimmen stehen im Zentrum dieser Ausstellung. Sie sprechen Französisch, Deutsch, Englisch, Hebräisch, Jiddisch und Polnisch und wirken wie akustische Magneten. Sie ziehen die Aufmerksamkeit, zunächst leiser, schon auf sich, ehe man, ausgestattet mit einem Kopfhörer und einem mobilen Abspielgerät, in den Kreis einer Hörstation und vor die Monitore tritt, auf denen sich die Transkriptionen mitlesen lassen. Die Stimmen führen in die vergangene Gegenwart hinein, in der sie in den 1970er-Jahren aufgezeichnet wurden, und von dort weiter zurück in die Zeit der Shoah.
HolocaustVom Unerhörten
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Eine der 152 Audiokassetten mit den Interviews, die Claude Lanzmann zur Vorbereitung seines Films „Shoah“ geführt hat.
Roman MärzClaude Lanzmann führte zur Vorbereitung des Films „Shoah“ zahlreiche Interviews mit Überlebenden der Ghettos und Vernichtungslager, Historikern und Tätern. 26 davon sind nun im Jüdischen Museum Berlin zu hören.
Von Lothar Müller
