Interview mit John McWhorter über sein Buch "Woke Racism":"Warum bin ich plötzlich der Böse?"

Lesezeit: 11 min

Interview mit John McWhorter über sein Buch "Woke Racism": "Ich glaube, die Universität ist verloren, da ist nichts mehr zu retten. Sie ist von den Erwählten erstickt worden. Aber in der übrigen Gesellschaft, also im richtigen Leben, gibt es eine Abwehrbewegung gegen die Extreme." - John McWhorter.

"Ich glaube, die Universität ist verloren, da ist nichts mehr zu retten. Sie ist von den Erwählten erstickt worden. Aber in der übrigen Gesellschaft, also im richtigen Leben, gibt es eine Abwehrbewegung gegen die Extreme." - John McWhorter.

(Foto: Eileen Barroso)

Der Linguist John McWhorter wirft der neuen Linken in seinem Buch selbstgerechten Moralismus vor. Ein Gespräch über Rassismus, Rechtschaffenheit und den Unterschied zwischen Gesten und Handlungen.

Interview von Sebastian Moll

John McWhorter lehrt Linguistik an der Columbia University in New York. Seine Essays und Kolumnen in der New York Times, dem Atlantic und dem New Yorker haben ihn zu einem der bedeutendsten schwarzen Intellektuellen der USA gemacht. Sein neues Buch "Die Erwählten: Wie der neue Antirassismus die Gesellschaft spaltet" ist eine beißende Kritik an dem seiner Ansicht nach selbstgerechten Moralismus der neuen jungen Linken. Im Original trägt es den heftigen Titel "Woke Racism", was sich ungefähr mit progressiver Rassismus übersetzen lässt.

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