John Lennon klingt rasend begeistert, als er im Dezember 1971 von New York aus mit seinem Finanzberater Allen Klein telefoniert. Wenige Tage vorher, so erzählt er, sei er mit dem linken Aktivisten Jerry Rubin auf ein geniales Konzept für eine politische Musik- und Kundgebungstour gekommen: „Free The People“ soll sie heißen und den Wahlkampf der Demokraten gegen Präsident Richard Nixon unterstützen. In allen Städten, in denen sie vorbeikomme, solle sie im wörtlichen Sinn Gefangene befreien. „Wir geben überall einem örtlichen Gefängnis 10 000 Dollar, um 500 Leute rauszulassen“, sagt Lennon und freut sich sehr. „Kaution für alle!“
Kino„Wir werden durchs Land ziehen wie Jesse James“
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In der Doku „One To One: John & Yoko“ sind Aufnahmen von Telefonaten zu hören, die John Lennon anfertigte, weil er befürchtete, vom FBI abgehört zu werden. Zu Recht.
Von Joachim Hentschel

Bruce Springsteen:„Ich habe ‚Born In The U.S.A.‘ nie richtig geliebt“
75 Jahre alt ist Bruce Springsteen mittlerweile – was ihn nicht davon abhält, auf Welttournee zu gehen und 83 bislang unbekannte Lieder zu veröffentlichen. Woher nimmt einer diese Kraft? Eine Spurensuche während eines überaus seltenen Besuchs auf der Ranch des Ausnahmekünstlers.
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