Eklat um Konzertabsage:Jerusalem? Verdächtig!

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"Wir laden Sie gerne in unser Land ein", so das "Jerusalem Quartet" in Amsterdam (im Bild bei einem Auftritt 2015 im Herkulessaal München). (Foto: imago/Michel Neumeister)

Eklat in Amsterdam: Das legendäre Concertgebouw cancelt wegen antiisraelischer Proteste zwei Konzerte des "Jerusalem Quartet" - und macht dann einen Rückzieher.

Von Geertjan de Vugt

Das Jerusalem Quartet, das 1993 in Israel gegründet worden ist, ist eines der derzeit am meisten geschätzten Quartettformationen. Leider gehören die vier israelischen Musiker auch zu den meistbetroffenen Opfern der antiisraelischen Boykottbewegung BDS. Ihre Konzerte werden schon seit Anfang des 21. Jahrhunderts gestört. In den Niederlanden gab es im vergangenen Jahr Vorfälle in Den Haag und Amsterdam. Und diese Woche stand das Quartett schon wieder im Fokus der Anti-Israel-Bewegung. Sie macht die Musiker verantwortlich für das "Artwashing" der "von der rechtsextremen israelischen Regierung begangenen Verbrechen".

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