Mit Eintritt der Rente fädeln sich Lebenswege neu ein, zum vermutlich letzten Mal. Zu den gängigsten Varianten des „Was jetzt?“ gehören: das Abhandenkommen der eigenen Bedeutung beweinen. Stress zwischen Enkeln, Hobbys, Ehrenamt jonglieren. Dauerhaft mit dem Wohnmobil unterwegs sein. Und weiter wie bisher arbeiten – weil man es muss oder nicht anders kennt und will. Der erste Zwischenstopp ist aber zunächst häufig ein luftleerer Raum, weil plötzlich die Struktur der Arbeitswoche fehlt. So wie bei Odo Weingaertner in „Der Waldmeister“, dem Roman des gerade 70-jährigen Schriftstellers Jens Sparschuh.
RomanEr hat ja jetzt Zeit
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Mit dem Saibling ist es dem Journalisten Odo Weingaertner in Jens Sparschuhs Roman „Der Waldmeister“ ernst.
peppi/imago/PanthermediaEin pensionierter Gastrokritiker greift endlich richtig durch – und wird selber Koch in einem Gasthaus, in dem es ihm nicht geschmeckt hat: Jens Sparschuh erzählt in seinem Brandenburg-Roman „Der Waldmeister“ vom Neuanfangen.
Von Julia Rothhaas
