Jenny Holzer im K21:Kunst und Wahrheit

Lesezeit: 3 min

Jenny Holzer im K21: Keine Wand ist zu groß für die Kunst der Jenny Holzer, die ihre Survival Serie im Jahr 1985 am New Yorker Times Square auf das Format von Werbebannern brachte.

Keine Wand ist zu groß für die Kunst der Jenny Holzer, die ihre Survival Serie im Jahr 1985 am New Yorker Times Square auf das Format von Werbebannern brachte.

(Foto: 2023 Jenny Holzer, VG Bild-Kunst, Bonn 2023, Photo: John Marchael/Jenny Holzer Studio)

Jenny Holzer beschriftet T-Shirts, Poster und den Times Square. Eine Ausstellung der Konzeptkünstlerin im Düsseldorfer K21 zeigt auch: einen Berg Knochen.

Von Alexander Menden

In der Bel Etage des Düsseldorfer Ständehauses ist ein breiter Kegel aus Knochen aufgeschichtet. Eine sauber abgezirkelte, zugleich aber barbarisch wirkende Häufung von Menschenteilen. Mitte der Neunzigerjahre hatte Jenny Holzer festgestellt, dass sie sich auf Sprache allein nicht mehr verlassen konnte. Die Künstlerin, die in den Siebzigerjahren mit ihren Wortkaskaden auf den "Truism"-Plakaten und mit den "Inflammatory Essays" Berühmtheit erlangt hatte, setzte deshalb in einem Teil ihrer Installation "Lustmord" (1993/94) vor allem auf das skelettierte Material.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Psychologie
Wie man im Alter geistig fit bleibt
Wissenschaft im Alltag
Kochen zwei Mathematiker Kaffee
Historiker im Interview
"Die Entscheidung wird im Kampf um die Krim fallen"
Mature man using laptop in bed with girlfriend asleep wearing face mask; arbeit und liebe
Liebe und Partnerschaft
»Die meisten Paare reden nur fünf bis zehn Minuten pro Tag richtig«
#Metoo
"Ich fühle mich seitdem so klein"
Zur SZ-Startseite