Das Deutsche Theater Berlin bewirbt die Adaption von Jenny Erpenbecks Roman „Heimsuchung“ in seinem Newsletter mit einer Ankündigung, bei der man sich fragt, ob die Theaterleitung von allen guten Geistern verlassen ist: „Heim ins Theater“. Das steht da wirklich. Vielleicht ist in der Dramaturgie ja niemandem aufgefallen, dass das arg nach der Nazi-Parole „Heim ins Reich“ klingt. Sie feierte bekanntlich am Vorabend des Zweiten Weltkriegs den „Anschluss“ Österreichs und Bevölkerungsverschiebungen in Osteuropa. Was kommt als Nächstes? Kraft durch Spielfreude? Theater macht frei? Unsere Ehre heißt Texttreue?
TheaterWas ist das denn, das unter diesem Schweigen wuchert?
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Alexander Eisenachs Inszenierung von Jenny Erpenbecks Romanerfolg „Heimsuchung“ am Deutschen Theater Berlin gerät leider arg unfreiwillig komisch.
Von Peter Laudenbach
