Epstein FilesWieder sind die Frauen nichts als „Material“

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Jeffrey Epstein mit drei unbekannten Frauen oder Mädchen in seinem New Yorker Haus.
Jeffrey Epstein mit drei unbekannten Frauen oder Mädchen in seinem New Yorker Haus. Epstein Estate/House Oversight/IMAGO/ZUMA Press Wire

Sie wurden wie Waren angeboten: In den Epstein Files lässt sich nachlesen, wie Männer über die Mädchen gesprochen haben, die sie missbrauchten. Was die Weltöffentlichkeit jetzt an den Akten fesselt, sind die Täter - das Schicksal der Opfer gerät dabei einmal mehr zur Nebensache.

Von Jörg Häntzschel

Taucht man ein in die düstere Welt der Epstein Files, fallen einem zuallererst Mails auf, die sich lesen wie Kleinanzeigen. Epsteins Mitarbeiter bieten ihrem Chef darin neue Mädchen und Frauen an. Die Angebotenen haben dort keine Namen, sie werden bezeichnet als „die Russin“, „die von Facebook“, die „16-Jährige“. Als seien sie Objekte, Handelsware und leicht verderblich. Bei manchen scheint sich das Epstein-Team selbst nicht sicher zu sein: „Wahrscheinlich zu alt für dich“, schreiben sie oft, und zu einer möglichen neuen Assistentin, die um die 30 ist: „Großmutter, was?“

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Debatte
:Ein riesiger Haufen Trash

Alle wollten, dass die Epstein-Akten ins Netz gestellt werden. Jetzt wird die Welt damit geflutet – und die Dokumentation des Bösen versinkt in Fakes und Belanglosigkeiten. Warum Transparenz die Menschheit nicht zwingend weiterbringt.

SZ PlusEin Essay von Gustav Seibt

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