Vielleicht dachte der Regisseur und Drehbuchautor Ido Fluk ja, er kriegt ihn am Ende schon noch rum. So wie Vera Brandes ihn rumgekriegt hat, in letzter Minute, an jenem legendären 24. Januar 1975. Vielleicht war das ganze Projekt irgendwann zu weit fortgeschritten, als dass jemand den Mut gehabt hätte zu sagen: Leute, ein Film über die Musik von Keith Jarrett ohne die Musik von Keith Jarrett, das ist schon bisschen schräg. Gespürt haben müssen sie es jedenfalls. Warum sonst dieser bizarre Disclaimer zu Anfang von „Köln 75“?
Jazzfilm „Köln 75“ im KinoMacht euren Quatsch doch ohne mich
Lesezeit: 3 Min.

Auf der Jagd nach Keith Jarrett: Mala Emde als Vera Brandes in einer Szene des Films „Köln 75“.
Wolfgang Ennebach/Alamode FilmDie Story, wie Keith Jarrett 1975 nach Köln kam und sein berühmtestes Konzert spielte, ist kinoreif. Da haben die Macher von „Köln 75“ schon recht. Nur einer wollte leider nicht.
Von Alex Rühle
