Für ein paar Jahre, die anfangs glücklich und später ziemlich düster waren, von den mittleren Dreißigern bis in die späten Vierziger des 20. Jahrhunderts also, lag die Hauptstadt der deutschen Kultur, die Metropole des deutschsprachigen Geistes fast zehntausend Kilometer westlich von Wien, Berlin und München am Ufer des Pazifiks; es waren die westlichen Viertel der Stadt und des Bezirks Los Angeles, Hollywood, Brentwood, Pacific Palisades – mehr als tausend Emigranten lebten dort.
SachbuchFremd im Paradies
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Mochte „Bambi“ lieber als „Citizen Kane“: Thomas Mann in Blumenbüschen in seiner Exilheimat Pacific Palisades 1946.
ETH-Bibliothek Zürich /ThomaJan Jekal erzählt in „Paranoia in Hollywood“ eindrucksvoll von den Jahren, in denen die deutschsprachige Kulturelite in den USA erst als Nazi-Gegner gefeiert – und dann als potenzielle „Feinde Amerikas“ vergrault wurde.
Von Claudius Seidl
