Jamaikanischer Autor Marlon James gewinnt Man Booker Prize

Durfte sich über 50 000 Pfund Preisgeld freuen: der Jamaikaner Marlo James.

(Foto: REUTERS)

Für sein Werk "Brief History of Seven Killings" erhält der Jamaikaner Marlon James die renommierte Auszeichnung für englischsprachige Literatur.

Der renommierte Man Booker Prize für englischsprachige Literatur geht in diesem Jahr an den Jamaikaner Marlon James. Der 44-Jährige erhielt die Auszeichnung in Londons Guildhall für sein von Bob Marley inspiriertes Werk "Brief History of Seven Killings" (Eine kurze Geschichte von sieben Tötungen), wie die Jury am Dienstag mitteilte.

Das 686 Seiten starke Buch von James ist eine fiktionale Nacherzählung über die versuchte Ermordung Bob Marleys 1976 und den Aufschwung des Drogenhandels auf Jamaika. "Das Werk ist außergewöhnlich", sagte der Vorsitzende der Jury Michael Wood, "sehr aufregend, wenn auch sehr brutal und voller Schimpfwörter." Die Jury sei sich bei der Entscheidung einig gewesen, sagte Wood, "auch weil die Geschichte voller Überraschungen steckt und so viele Charaktere darin vorkommen."

Literatur Richard Flanagan erhält Man Booker Prize
Australischer Autor

Richard Flanagan erhält Man Booker Prize

Große Auszeichnung für einen sichtlich gerührten Schriftsteller: Der Australier Richard Flanagan erhält den Man Booker Prize für englischsprachige Literatur. Sein Roman "The Narrow Road to the Deep North" ist von der Geschichte seines Vaters inspiriert.

James, der in Minneapolis lebt, ist in der 47-jährigen Geschichte des Preises der erste Jamaikaner, dem die Auszeichnung zuteil wird. Der Preis ist mit 50 000 Pfund (67 000 Euro) dotiert; er wird an Romanautoren verliehen, die auf Englisch schreiben und deren Werk in Großbritannien erschienen ist. Seit 2014 ist die 1969 erstmals vergebene Auszeichnung offen für alle Nationalitäten.

Im vergangenen Jahr hatte der australische Autor Richard Flanagan den Preis gewonnen.