Irische Gegenwartsliteratur:Ein Hund namens Killer

Lesezeit: 4 min

CHILDREN WALK PAST A MURAL ON SHANKHILL ROAD

Belfast, 1998: Kinder vor einem Wandgemälde in der Shankill Road.

(Foto: Paul Hackett/Reuters)

Die Straße als Kampfzone: In seinem Debütroman "Guter Junge" erzählt der irische Autor Paul McVeigh mit beeindruckender Sprachkraft von einer Kindheit im Belfast der Achtzigerjahre.

Von Hans-Peter Kunisch

Wer sich Anfang der Neunzigerjahre ein eigenes Bild von den Verhältnissen in den umkämpften Vierteln Belfasts machen wollte, tat gut daran, schnell zu sein. Ob zu Fuß oder mit dem Rad: in der Shankill Road und ähnlichen Straßen war man sofort von Kinderbanden umstellt, die einen Kreis um Ortsfremde bildeten, sie anpöbelten und mit kleinen Steinen bewarfen, während ihre älteren Brüder und Schwestern wie Väter und Mütter an den Türen der Häuser Stellung bezogen und die Provokateure so misstrauisch wie bedrohlich musterten.

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