DebatteAlle sind Gefangene

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Seit Kriegsbeginn fluten die Mullahs Irans Straßen mit Unterstützern – denn wo Anhänger des Regimes mit Waffen präsent sind, kann nicht gegen das Regime demonstriert werden.
Seit Kriegsbeginn fluten die Mullahs Irans Straßen mit Unterstützern – denn wo Anhänger des Regimes mit Waffen präsent sind, kann nicht gegen das Regime demonstriert werden. Stringer/dpa

Trump hat sich mit seiner Rhetorik in eine Ecke manövriert, das Regime in Teheran spürt den Druck seiner radikalen Anhänger. Doch selbst wenn Verhandlungen zu Frieden führen: Verlierer wird das iranische Volk sein – wieder einmal.

Gastbeitrag von Natalie Amiri

Die Lage ist fast ausweglos. Sowohl die Trump-Regierung als auch die Vertreter der Islamischen Republik inszenieren sich seit Beginn der Waffenruhe vor zwei Wochen als Sieger – und falls überhaupt neue Verhandlungen stattfinden, wollen sie in diese Gespräche mit Maximalforderungen gehen. Der eigenen Anhängerschaft Kompromisse vermitteln? Für beide Seiten schwierig, denn die nun verlängerte Waffenruhe haben bislang beide nur genutzt, um mit ihren Erfolgen zu prahlen. Damit ist ein Zustand gegeben, in dem gegenseitige Zugeständnisse kaum noch möglich sind. Und das Misstrauen auf beiden Seiten, das ist tief.

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