Den Friedensnobelpreis wird US-Präsident Donald J. Trump wohl nicht mehr erhalten. Doch den dürfte er ohnehin bereits abgeschrieben haben. Schwieriger könnte für ihn sein, dass der Krieg, den er jetzt gemeinsam mit Israel gegen das iranische Regime begonnen hat, nicht so schnell zu Ende gehen wird, wie er sich das vermutlich vorstellt – obwohl der Enthauptungsschlag gegen das Mullah-Regime gelungen ist. Wie wir seit Beginn seiner zweiten Präsidentschaft wissen, ist Trump ein Politiker, dessen bevorzugtes Instrument die Drohung ist und der ein ums andere Mal die Erfahrung gemacht hat, dass Drohungen wirken. Das wird in diesem Fall jedoch nicht der Fall sein, denn das iranische Regime steht mitsamt seinen bewaffneten Garden mit dem Rücken zur Wand und hat nur einen sehr begrenzten Spielraum. Den hätte es zuvor bei den Verhandlungen in Genf nutzen müssen. Jetzt gibt es ihn nicht mehr, denn nun heißt die Alternative: Kapitulation oder bedingungsloses Weiterkämpfen.
Iran„Hilfe ist unterwegs“? Von wegen!
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Wenn infolge des Kriegs das islamistische Regime zusammenbricht, ist das im unmittelbaren Interesse der USA. Dass sie ihn zu diesem Zweck begonnen haben, fällt jedoch schwer zu glauben. Was will Trump in Iran?
Gastbeitrag von Herfried Münkler

Debatte:Das freie Wort gilt auch für Dummköpfe
Israel, die Linke und die Kunst: Wollen wir nicht im Provinzialismus eines Wolfram Weimer versinken, sollten wir endlich akzeptieren, dass hier jeder seine Meinung äußern darf. Das eigentliche Problem dieses ewig währenden Konflikts liegt woanders.
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