DebatteLuft holen, nur für einen kurzen Moment

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Iranischer Jubel vor dem Brandenburger Tor.
Iranischer Jubel vor dem Brandenburger Tor. Christoph Soeder/dpa

Den Angriff auf ihr Land haben sich viele Iraner gewünscht. Nach dem Tod von Ali Chamenei sah man sie auf den Straßen tanzen, sich freuen. Aber ist es wirklich so einfach? Natürlich nicht.

Essay von Sara Maria Behbehani

Es gibt einen Videoclip, den Iranerinnen und Iraner im In- und Ausland seit Beginn des Krieges auf den sozialen Medien teilen: Ein kleiner Junge ist darauf zu sehen, er schaut aus dem Dachfenster eines Autos, vor ihm eine ewig weite Landschaft, in seinen Haaren spielen Licht und Wind. Er breitet die Arme aus und schreit: Bah bah, bah bah! Übersetzt heißt das in etwa: Herrlich, großartig! Ein Lied setzt ein, scheinbar genauso lebensfroh wie der kleine Junge selbst – und zu ihm beginnt er zu tanzen. Viel besser kann man Freiheit, Sorglosigkeit und das Glück, am Leben zu sein, nicht darstellen.

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Kollektives Leiden als Geburtsmythos des Glaubens: Das ist der Kern der Schia. Warum ein Blick auf die zweitgrößte religiöse Strömung des Islam hilft, um besser zu verstehen, was nach dem Tod von Chamenei in Iran passiert.

SZ PlusEssay von Tomas Avenarius

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