Intersexualität Götterkinder

Der schlafende Hermaphroditos war in der Antike ein beliebtes Motiv.

(Foto: Pierre-Yves Beaudouin)

Die Menschen der Antike hatten im Gegensatz zur Neuzeit keine Problem mit Intersexuellen. Sie nannten sie Hermaphroditen und zeigten sie auch. Eine kulturgeschichtliche Spurensuche.

Von Kia Vahland

Es gibt nun, ganz offiziell, in Deutschland ein drittes Geschlecht. Wer mit uneindeutigen Merkmalen geboren wird, darf sich künftig von Amts wegen als "divers" bezeichnen. Damit sind Intersexuelle nicht völlig gleichgestellt; vorerst erlaubt bleiben Operationen an intersexuellen Babys, die sich traumatisch auswirken können. Dennoch ist das Gesetz in der Geschichte des Abendlandes bahnbrechend. Denn damit ist nun anerkannt, dass nicht nur Männer und Frauen existieren. Das heißt auch: Zwischen den Geschlechtern können die Übergänge fließend sein.

Die Entwicklung von der ...

Lesen Sie mit SZ Plus auch:
Kunst Bis der Mord uns scheidet

Medea-Ausstellung in Frankfurt

Bis der Mord uns scheidet

Das Frankfurter Liebieghaus spürt "Medeas Liebe" nach. Die Zauberin fasziniert seit der Antike als haltlos leidenschaftliche, aber auch brutal kalkulierende Frau.   Von Kia Vahland