Internationale Auszeichnung Das innovativste Hochhaus der Welt steht in Mexiko

"Torre Reforma" von L. Benjamín Romano in Mexiko-Stadt.

(Foto: dpa)
  • Der "Torre Reforma" in Mexiko-Stadt wurde mit dem Internationalen Hochhaus-Preis ausgezeichnet.
  • Der Büroturm sei "ein meisterhafter Ausdruck eines neuen Nachdenkens über das Hochhaus", heißt es in der Begründung.
  • Sein Tragwerkskonzept macht den Turm erdbebensicher.

Manche sehen ihn ihm einen Obelisken. Andere ein geöffnetes Buch. In jedem Fall erinnert der "Torre Reforma" mit zwei pyramidenartigen Betonfassaden an die Bauweise der Azteken. Nun wurde der Büroturm in Mexiko-Stadt zum innovativsten Hochhaus der Welt gekürt.

Das von L. Benjamín Romano entworfene Gebäude sei "ein meisterhafter Ausdruck eines neuen Nachdenkens über das Hochhaus", heißt es in der Begründung der Jury. Der 246 Meter hohe Büroturm bringe Mexikos Hauptstadt "auf die Weltkarte wegweisender Hochhausarchitektur". Besonders beeindruckt hat die Jury das Tragwerkskonzept: Es verleiht dem Turm nicht nur sein Erscheinungsbild, sondern soll ihn auch erdbebensicher machen.

Acht Jahre lang, von 2008 bis 2016, wurde am Torre Reforma gebaut. Das Gebäude verkörpere alles, was sich der Architekt selbst zum Ziel gesetzt habe: Nachhaltigkeit, modernste Technologie und gut strukturierte Räume. Der mexikanische Architekt lege Wert auf sorgfältige Planung, hochwertige Materialien und perfekte Details.

Mit dem Hochhauspreis zeichnen die Stadt Frankfurt, das Deutsche Architekturmuseum und die DekaBank seit 2004 besondere Hochhäuser auf der ganzen Welt aus. In diesem Jahr schaffte es kein deutsches, nicht einmal ein europäisches Gebäude auf die Shortlist. Die Ehrung ist mit 50 000 Euro dotiert und wird am Donnerstagabend in der Frankfurter Paulskirche übergeben.

Von Samstag an sind die Kandidaten des Internationalen Hochhauspreises in der Ausstellung "Best HighRises 2018/19" im Deutschen Architekturmuseum zu sehen.

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