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Indigene Völker:Sag Nein zur Rentier-Kunst

Kulturhauptstadt Umeå

Zwei Samen ziehen mit einigen Rentieren durch das schwedische Lappland.

(Foto: dpa)

Wenn sich Milliarden Menschen ein Land als märchenhafte Schneelandschaft vorstellen - dann beginnt das Land, selbst daran zu glauben. Der Kampf der Arktis-Bewohner um die Deutungshoheit über ihre Heimat.

Wer Rovaniemi überhaupt kennt, der kennt das nordfinnische Städtchen, weil dort angeblich der Weihnachtsmann wohnt, mitsamt seinen Rentieren. Rentier gibt es in Rovaniemi überall, in Bratwurstform am Bahnhofsimbiss, als Geweihschlüsselanhänger für die Touristen, vor dem Schlitten im Weihnachtsmanndorf. Vertreter der Stadt hätten auch die Künstler der Umgebung mehrfach zu Rentierkunstwerken ermutigt, sagt Maria Huhmarniemi, Vorsitzende der Künstlervereinigung des finnischen Lapplands. Rentiere seien natürlich ein wichtiges Thema in Finnland, sagt sie, doch es schränke die Künstler eben auch ziemlich ein. Einer von ihnen hatte es so satt, dass er vor einigen Jahren den Aufruf "Sag Nein zu Rentier-Kunst" startete.

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