Im Alter von 77 Jahren Schauspieler John Hurt gestorben

Er war der "Elefantenmensch" und der Zauberstabmacher Mr. Ollivander in den "Harry Potter"-Filmen. Nun ist John Hurt gestorben.

(Foto: dpa)
  • Der britische Schauspieler John Hurt ist tot. Er starb an den Folgen einer Bauchspeicheldrüsenkrebs-Erkrankung im Alter von 77 Jahren.
  • Hurt war über Jahrzehnte hinweg im Film- und Theatergeschäft aktiv. Seine bekannteste Rolle spielte er 1980 in "Der Elefantenmensch".
  • In dem für einen Oscar nominierten Film "Jackie" ist der Schauspieler noch einmal in Aktion zu sehen.

Der britische Schauspieler John Hurt ist im Alter von 77 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Das berichten mehrere britische Medien unter Berufung auf seinen Manager Charles McDonald.

Hurt spielte in rund 40 Filmen mit, von denen viele Kinogeschichte schrieben, darunter in Alan Parkers "12 Uhr nachts - Midnight Express" (1978), "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" (1979), "Dead Man" von Jim Jarmusch (1995) oder "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" (2008).

Der zweimal für einen Oscar nominierte Darsteller wurde für sein Porträt des deformierten Joseph Merrick in "Der Elefantenmensch" von 1980 berühmt - ein Film, für den er täglich acht Stunden in der Maske verbrachte. Jüngeren Kinofans ist er als der Besitzer des Zauberstabladens, Garrick Ollivander, in den "Harry Potter"-Filmen bekannt. Hurt war zwei Mal für einen Oscar nominiert.

Hurt gab Interviews über den Tod

"Es war schrecklich, heute von John Hurts Tod zu erfahren", schrieb der Komiker, Schauspieler und Regisseur Mel Brooks via Twitter, der einmal mit ihm zusammengearbeitet hatte. "Er war ein wahrhaft großartiges Talent."

Als Hurt im Jahr 2015 bereits wegen seiner Bauchspeicheldrüsenkrebs-Erkrankung behandelt wurde, gab er auch Interviews über den Tod. "Wir alle verbringen hier unsere Zeit - und besetzen unseren Stuhl nur sehr kurz."

In dem für einen Oscar nominierten Film "Jackie" ist der Schauspieler noch einmal in Aktion zu sehen: Der verwitweten First Lady Natalie Portman bietet er dabei seinen Beistand als Priester an.

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