LiteraturNur Frauen unter den Überlebenden

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Was wartet auf die Frauen, nachdem sie dem Kellerverlies entkommen? Das Cover der amerikanischen Ausgabe deutet es an: leere Weiten.
Was wartet auf die Frauen, nachdem sie dem Kellerverlies entkommen? Das Cover der amerikanischen Ausgabe deutet es an: leere Weiten. Illustration: Laura Scott/Transit Books

Ein Buch, das auf Tiktok gehypt wird, muss noch lang nicht gut sein. Aber die Wiederentdeckung des Romans „Ich, die ich Männer nicht kannte“ von Jacqueline Harpman ist jede Begeisterung wert. Die feministische Dystopie passt perfekt in unsere wirre Zeit.

Von Christiane Lutz

So verfluchenswert soziale Netzwerke einerseits sind und so sehr ihr exzessiver Konsum die Lust schürt, das Handy einfach in den Mülleimer zu pfeffern, so toll ist es andererseits, dass Tiktok oder Instagram Dinge ans Tageslicht befördern, die man sonst verpasst hätte. In diesem Fall: den Roman „Ich, die ich Männer nicht kannte“ der belgischen Autorin Jacqueline Harpman. Ein Roman, der 1995 veröffentlicht und dann einigermaßen übersehen wurde. Dass er ausgerechnet jetzt bei Klett-Cotta in neuer deutscher Übersetzung erscheint, ist auch auf den Lärm der sozialen Medien zurückzuführen; Lektorinnen und Programmleiter nehmen natürlich wahr, was dort passiert.

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