Es gehört zu den Binsen des öffentlichen Diskurses, dass die Geisteswissenschaften in ihren Elfenbeintürmen um sich selbst und wenig um die Welt kreisen. Selbst schuld, kann man manchmal nur sagen, wenn Jargon und Fokusverengung aus dem Ruder laufen. Dass sie aber nicht nur wichtige, sondern gar essenzielle Beiträge liefern zu den Zeitläuften der Gegenwart, gilt inzwischen als ebenso ausgemacht. Angesichts des Siegeszuges der künstlichen Intelligenz, der Kriege in Gaza und der Ukraine, des Klimawandels und des weltweiten Rechtsrucks kommt das Kommentariat alleine nicht weiter und die Infrastrukturen der Gesellschaft geraten in erhebliche Schwierigkeiten. Da braucht es schon die Tiefe des akademischen Blicks, um mit dieser Welt zurechtzukommen.
GeisteswissenschaftenDenken kann hilfreich sein
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Herzhafte „Fuck yous“ – Kara Swisher beim ansonsten höchst anspruchsvollen Humanities Festival.
Klaus RangerDie Finsternis der Weltlage fordert Antworten von den Geisteswissenschaften. Beim Humanities Festival in Wien haben unter anderem Pankaj Mishra, Daniel Kehlmann, Ian McEwan und Eva Illouz die Herausforderung mit Verve angenommen.
Von Andrian Kreye
