Hollywood auf Eis Autorenstreik bedroht Jobs

Warner Brothers setzt Autoren unter Druck: Wegen der Produktionsausfälle sollen bis zu 1000 Entlassungen anstehen.

Seit zwei Monaten streiken die Drehbuchautoren in den USA. Wie das Branchenblatt "Variety" am Mittwoch berichtete, droht der Filmstudiogigant Warner Brothers nun, Entlassungen durchzuführen. 1000 Arbeitsplätze seien gefährdet.

Da der Streik der Autorengewerkschaft WGA noch einige Zeit andauern dürfe, müssten die Kapazitäten wegen der fehlenden Auslastung mit Produktionen zurückgefahren werden, zitierte das Blatt aus einer Aktennotiz des Studios. Warner Brothers verweigerte eine Stellungnahme.

Mehr als 3000 Drehbuchautoren für Film und Fernsehen befinden sich seit dem 5. November im Streik. Mehrere Fernsehserien mussten eingestellt und Filmprojekte eingefroren werden.

Auch die sonst glamouröse Verleihung der Golden Globes wurde abgesagt, stattdessen sollen die Preisträger am Sonntag auf einer einstündigen Pressekonferenz bekanntgegeben werden. Die WGA fordert für ihre 12.000 Mitglieder eine höhere Beteiligung an DVD-Tantiemen sowie an den Einnahmen bei neuen Medien wie Internet und Mobilfunk. Es ist der erste Autorenstreik seit fast 20 Jahren.