Hokusai lebte von 1760 bis 1849, am Ende der Edo-Zeit, in einer friedlichen, prosperierenden Phase des alten Japans. Der Wohlstand sickerte in breitere Kreise und die Städte, es entstand ein Markt für eine neue Kunst, ukiyo-e, Genrebilder der "vergänglichen Welt". Vergängliche Welt, das waren die Vergnügungsviertel der großen Städte, vor allem Edos, des heutigen Tokyo. Auch spielende Kinder oder das Arbeitsleben konnten Gegenstand werden.

Das nun war es nicht, was die alte Führungsschicht, der Schwertadel, sehr schätzte, er hielt an den großen Gegenständen und den tradierten Formen fest. Nun wäre es ein Fehler, Hokusai auf einen Stoff- und Formenkreis festzulegen. Er hat in den siebzig Jahren seiner künstlerischen Arbeit die verschiedensten Dinge probiert. Aber Ansehen und Erfolg - er besaß ein genaues Gefühl für das, was gefragt war und fand auch einzelne Förderer in höchsten Kreisen -, blieben angefochten.

Bild: "Onikojima Yatarô und Saihôin Akabôz". Datierung: um 1830-34. Malperiode: Iitsu. Maße: 37,2 x 25,4 cm. Technik: Mehrfarbendruck.

26. August 2011, 13:262011-08-26 13:26:21 © SZ vom 26.08.2011/cris/pak