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Hörenswert:Zeitlos statt zeitgeistig

Sanfter Riese unter den Saxofonisten: Johannes Enders.

(Foto: oh)

Mit seinem neuen Album "Endorphin" kehrt der Jazzsaxofonist Johannes Enders zum Modern Jazz ohne große Experimente zurück

Bislang dienten körpereigene Substanzen dem Jazzsaxofonisten Johannes Enders nur als dann verfremdete Inspirationsquelle für Alben-Titel: "Billy Rubin" nannte er vor sechs Jahren die CD, die er nach einer Erkrankung am Pfeiferschen Drüsenfieber einspielte, bei dem der Gallenfarbstoff Bilirubin eine wichtige Rolle spielt. "Mellowtonin" zwei Jahre später spielte dann auf das Zirbeldrüsenhormon Melatonin an (gleichzeitig steckte "weich klingend" auf Englisch darin). Sein soeben bei seinem Stammlabel Enja erschienenes neues Album freilich macht keine Wortspiele mehr, es borgt sich eins zu eins den Namen für das Opium, das jeder Körper selbst herstellt: "Endorphin".

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