Berliner Hochschulgesetz:"Eine richtige Provokation"

Lesezeit: 6 min

Freie Universität Berlin wird 60

Nicht sehr attraktiv: Eine Karriere in der Wissenschaft ist bisher mit vielen befristeten Verträgen verbunden.

(Foto: Patrick Pleul/dpa)

Das neue Hochschulgesetz in Berlin soll endlich die Situation für jüngere Wissenschaftler verbessern. Doch das Gesetz könnte erst mal zu Massenentlassungen führen, anstatt zur unbefristeten Festanstellung.

Von Nicolas Freund

Und? Wer ist jetzt Hanna? Das sollte man fragen nach dem Erlass des neuen Berliner Hochschulgesetzes, das im Herbst in Kraft getreten ist und gerade an Universitäten in ganz Deutschland Aufregung auslöst. Hanna, so hieß einst eine nette, animierte Doktorandin in einem Video des Ministeriums für Bildung und Forschung. Sie erklärte den echten Doktoranden und Postdocs, also jenen Nachwuchswissenschaftlern, die ihre ersten ernsthaften Schritte in das deutsche Forschungssystem gewagt hatten, warum ihre Stellen eigentlich fast immer befristet waren. Der Grund laut Hanna: Nur bei einem gewissen Durchlauf an den Universitäten sei die Innovation am Forschungsstandort Deutschland gesichert. Ihr Rat an alle, denen befristete Arbeitsverträge zu unsicher sind: Einfach mal rechtzeitig die Karriere planen.

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