Hildur Guðnadóttir im Porträt:So klingen Geister

Hildur Guðnadóttir im Porträt: "Wenn ich keinen persönlichen Zugang finde, kann ich es nicht machen": Hildur Guðnadóttir bei der Oscarverleihung 2020, wo sie für ihren Score zu "Joker" ausgezeichnet wurde.

"Wenn ich keinen persönlichen Zugang finde, kann ich es nicht machen": Hildur Guðnadóttir bei der Oscarverleihung 2020, wo sie für ihren Score zu "Joker" ausgezeichnet wurde.

(Foto: Mark Ralston/AFP)

Die Oscarpreisträgerin Hildur Guðnadóttir ist die erfolgreichste Filmmusik-Komponistin der Gegenwart. Sie hat Scores für "Joker", "Tár" und "A Haunting in Venice" geschrieben. Ein Treffen in Berlin.

Von Johanna Adorján

Hildur Guðnadóttir schreibt keine Filmmusik, die der Zuschauer noch Tage nach dem Kinobesuch vor sich hin pfeift. Man wird in ihren Scores keine schmetternden Fanfaren hören, die begeistert die Handlung vorantreiben. Und ihre Musik unterstreicht auch nicht, was ohnehin zu sehen ist. Ihre Kompositionen fügen Filmen etwas hinzu, das sich dem Intellekt entzieht und ganz tief ins Innere des Zuschauers zielt. Eine Dimension, die man das Unbewusste nennen könnte. Das, was so tief in den Charakteren begraben ist, dass sie selbst darum nicht wissen. Und vielleicht noch nicht einmal der Regisseur, jedenfalls nicht das Ausmaß der Abgründe.

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