Das Wrisberg-Epitaph ist ein selbst für katholische Verhältnisse besonders skurriles Wimmelbild. Das im Hildesheimer Dommuseum aufbewahrte Propagandagemälde der Gegenreformation, das im Anschluss an das Trienter Konzil 1585 für den damaligen Domherrn gemalt wurde, machte Werbung für die Kirche als Hüterin der sieben Sakramente.
AusstellungAus der Sicht der Gequälten
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Das Hildesheimer Dommuseum zeigt seine Schätze – in einer radikal kirchenkritischen Ausstellung. Die Schau „Die Zirkulation von Arbeit, Kapital und Leben als Lieferkette“ legt genial-assoziativ die im Schutz christlicher Missionsvorhaben begangenen Grausamkeiten dar.
Von Till Briegleb
