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Oxford-Haus von J. R. R. Tolkien:Der Ort, an dem der "Herr der Ringe" entstand

J.R.R. Tolkien

J. R. R. Tolkien schrieb den "Hobbit" und große Teile des "Herrn der Ringe" in dem Haus 20 Northmore Road in Oxford - jetzt soll es ein Museum werden.

(Foto: dpa)

Gandalf und Gimli zu Hilfe! Das Haus von J. R. R. Tolkien steht zum Verkauf und soll per Crowdfunding zum Museum werden. Schauspieler aus den Verfilmungen sind dabei.

Das Haus im englischen Oxford, von dem aus der moderne Sagendichter J. R. R. Tolkien seine Fantasie nach Mordor und Mittelerde schickte, steht zum Verkauf. Eine Initiative von Fans, Bewunderern und Schauspielern seiner Filme versucht, das Anwesen per Crowdfunding zu erwerben, in dem der "Hobbit" und große Teile des "Herrn der Ringe" geschrieben wurden. Es soll, wenn die Kampagne Erfolg hat, ein Museum und Studienzentrum für den berühmten Autor werden.

Nach der Hausnummer des historischen Orts, 20 Northmoor Road, nennt sich die Initiative Project Northmoor. Sie hat berühmte Unterstützer aus der Tolkien-Filmwelt, darunter Gadalf persönlich alias Schauspieler Ian McKellen, Bilbo Beutlin alias Martin Freeman aus der "Hobbit"-Trilogie und den kämpferischen Zwerg Gimli alias John Rhys-Davies. Diese Gefährten müssten doch einiges stemmen, und sie werden noch von anderen Prominenten wie der Eurythmics-Sängerin Annie Lennox und dem Shakespeare-Mimen Sir Derek Jacobi unterstützt. Aber jeder kann mitmachen, schon weniger als zwei Pfund pro Tolkien-Fan würden die Summe aufbringen, wenn alle mitmachen, heißt es aus dem Projekt.

Der Kaufpreis für das Anwesen, in dem Tolkien von 1930 bis 1947 lebte, lag auf dem freien Markt zuletzt bei etwa 3,94 Millionen britischen Pfund. Jetzt hat die Maklerfirma Breckon & Breckon das Angebot aber zurückgezogen, um der Crowdfunding-Kampagne Zeit zu geben, die Summe aufzutreiben. "Tolkiens weltweite Fangemeinde ist gigantisch, aber es gibt kein Zentrum für den Autor irgendwo auf der Welt,", sagt die britische Schriftstellerin Julia Golding, die Sprecherin der Kampagne. "Es gibt Zentren für Jane Austen, Charles Dickens und Thomas Hardy, und Tolkien ist doch sicherlich genauso einflussreich."

© SZ/SZ/kni
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