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Theater:Schlagende Argumente

Bibiana Beglau als Thusnelda und Bardo Böhlefeld als römischer Gesandter Ventidius in "Die Hermannsschlacht" am Wiener Burgtheater.

(Foto: Matthias Horn)

"Die Hermannsschlacht", Martin Kušejs erste Inszenierung als Wiener Burgtheater-Chef, ist düster, drastisch - und überrascht gegen Ende mit einem Hieb gegen Burschenschafter.

Von Wolfgang Kralicek

Der Teutoburger Wald ist ein wüster Haufen aus massiven Betonteilen, die aussehen wie überdimensionale Ecksteine eines Fischertechnik-Sets. Dolosse nennt man die Dinger, normalerweise werden sie an Hochseeküsten als Wellenbrecher eingesetzt. Die Teile, die der Bühnenbildner Martin Zehetgruber über die Bühne des Burgtheaters in Wien verteilt hat, können Angriffswellen brechen. Sie bilden den Schauplatz für das Drama "Die Hermannsschlacht" (1808), in dem Heinrich von Kleist eine historische Niederlage der Römer gegen die von Arminius alias Hermann angeführten Stämme der Germanen aufgreift.

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