LiteraturDer weise Mann von Montagnola

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Hermann Hesse in seinem Arbeitszimmer in Montagnola. Viele Fans pilgerten zu seinem Haus, was dem Autor sehr missfiel.
Hermann Hesse in seinem Arbeitszimmer in Montagnola. Viele Fans pilgerten zu seinem Haus, was dem Autor sehr missfiel. (Foto: picture-alliance / dpa)

Am Ende seines Lebens schrieb Hermann Hesse keine Romane mehr, sondern nur noch Briefe. In denen jedoch entfaltet sich ein ganzes Epochenbild.

Von Hilmar Klute

In den letzten beiden Jahrzehnten seines Lebens war Hermann Hesses schriftstellerische Arbeit die eines Briefeschreibers. Sein letztes großes Werk, „Das Glasperlenspiel“, war noch während des Krieges erschienen, in einem kleinen Schweizer Verlag. Erst nach 1945 konnte Peter Suhrkamp diese komplex gebaute Fantasie eines geistigen Gegenentwurfs zur Nazi-Barbarei in seinem neu gegründeten Verlagshaus als Lizenzausgabe drucken. Weil dieser Roman wie die meisten seiner Bücher eine große Leserschaft erreicht hatte, fühlte sich Hesse bis zu seinem Tod für die Wirkung seiner Literatur verantwortlich.

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