Herfried Münkler im Interview:"Die fetten Jahre sind vorbei"

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Herfried Münkler im Interview: In Elmau warnte Barack Obama schon 2015 beim G-7-Gipfel Angela Merkel vor den Expansionsgelüsten Wladimir Putins.

In Elmau warnte Barack Obama schon 2015 beim G-7-Gipfel Angela Merkel vor den Expansionsgelüsten Wladimir Putins.

(Foto: Michael Kappeler/dpa)

Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler über die langfristigen Folgen des Krieges, die heikle Aufgabe, beide Seiten für einen Frieden zu gewinnen und Deutschlands neue militärische Rolle.

Interview von Moritz Baumstieger

Der Berliner Politikwissenschaftler Herfried Münkler, 71, hat sich in seiner Forschung unter anderem mit Machiavelli, der Geschichte des Krieges und mit Imperien beschäftigt - und ist seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine eine der Stimmen, die den Deutschen diesen Krieg erklären. Derzeit befindet sich Münkler auf einer Art Eröffnungstournee: Am Sonntag hielt er den Einführungsvortrag bei den Literaturtagen auf Schloss Elmau, wo eine Woche lang Schriftsteller und Historiker den Auswirkungen von Russlands Überfall auf die Ukraine nachspüren. Während draußen der erste Schnee fällt, blickt der emeritierte Professor für Politische Theorie der Humboldt-Universität im Interview auf die globalen Veränderungen im Zuge des Krieges - und auf die Möglichkeiten, diesen zu beenden. Über die wird er auch an diesem Donnerstagabend sprechen, wenn er die Auftaktrede zur Messe Buch Wien hält.

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