Er zählt zu den berühmtesten Sätzen der Fotografiegeschichte und ist in den Stein des Ruhms von Henri Cartier-Bresson gemeißelt: „Es gibt nichts auf der Welt, das nicht einen entscheidenden Moment hätte.“ Der französische Fotograf wiederholte sein Credo bei unterschiedlichen Anlässen, bis er es 1952 auch zum Titel eines Buchs machte, das den Umgang vieler Künstlerinnen und Künstler mit der Kamera bis heute beeinflusst hat. Die Konzentration auf die Sekunde höchster Ausdruckskraft und Spannung, das Lauern auf maximale atmosphärische Verdichtung, die den Finger am Auslöser zucken lässt, hat Cartier-Bresson zum Schlüssel seiner Arbeit gemacht. Selbst Betrachtende, die vorher noch nie etwas von diesem großen Bildjäger des 20. Jahrhunderts gehört haben, erkennen in seinen Motiven sofort die Qualität dieses Reflexes, der Geschichte verdichtet.
Henri Cartier-Bresson in HamburgNicht die Fotografie interessierte ihn, sondern das Leben
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Henri Cartier-Bresson: „Erster bezahlter Urlaub, Ufer der Seine bei Juvisy-sur-Orge, Frankreich“ (1938).
2024 Fondation Henri Cartier-Bresson/Magnum PhotosDas Bucerius-Kunst-Forum zeigt eine große Ausstellung mit Werken des legendären Fotografen Henri Cartier-Bresson.
Von Till Briegleb
