Kunstbiennale in VenedigDas Gegenteil von Weltflucht

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Kader Attias Installation „Whisper of Traces“ (2026) in der Hauptausstellung der Biennale in Venedig.
Kader Attias Installation „Whisper of Traces“ (2026) in der Hauptausstellung der Biennale in Venedig.
Marco Zorzanello/Courtesy La Biennale di Venezia

Es gibt so viel mehr als Kriege und Unterdrückung: So könnte der Untertitel der Biennale-Hauptausstellung lauten, die von der verstorbenen Koyo Kouoh kuratiert wurde. Eine klarere Auswahl hätte trotzdem nicht geschadet.

Von Jörg Häntzschel

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Atmen, flüstern, zuhören: Das empfahl Koyo Kouoh, die aus Kamerun stammende Kuratorin der Kunstbiennale, der Welt, bevor sie vor einem Jahr im Alter von 57 Jahren starb. Dazu wollte sie mit ihrer Ausstellung in den Giardini und im Arsenale inspirieren. „In minor keys“ lautet der Titel – auf Deutsch etwa: in Moll, in leisen Tönen. Statt der Aggressivität der Gegenwart mit noch mehr Aggressivität zu begegnen, rief Kouoh dazu auf, es mit Bedächtigkeit und Kontemplation zu versuchen, wie die über 100 Künstler, die sie und ihr Team ausgesucht haben.

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