Hate Aid ist eine deutsche Organisation, die Menschen dabei hilft, strafbare Beleidigungen und Bedrohungen im Internet zur Anzeige zu bringen. Es ist eine Organisation, die deshalb schon länger den Zorn amerikanischer Digitallibertärer und Rechtspopulisten auf sich zieht, die der Meinung sind, in Deutschland würde zu viel „zensiert“. Und es ist eine Organisation, die, wie leider auch viele andere hierzulande, den Diskurs um die Meinungsfreiheit mit einer Floskel verkleistert. „Es gibt ein Recht auf freie Meinung“, schreibt die Organisation in ihrem Profil auf Instagram. „Aber keins auf Hass.“ Was für ein Satz. Das stimmt natürlich nicht. Es gibt ein Recht auf Hass. Durchaus. Und zwar: zum Glück! Hier der Versuch einer Klärung.
DebattenkulturHass ist keine Meinung? Leider schon
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Der Kreuzzug der US-Regierung gegen Gruppen wie Hate Aid ist absurd. In einer Sache haben die Verfechter absoluter Redefreiheit jedoch recht.
Essay von Ronen Steinke

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