Haruki Murakami: "Gesammelte T-Shirts":Was mit Bären

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Pressefotos Bildband T-shirts Haruki Murakami

Auch ob er ein T-Shirt oft trägt, oder gar nicht, verrät Haruki Murakami in diesem Bilderbuch.

(Foto: Yasutomo Ebisu, Keiko Nakaji)

Haruki Murakami sammelt T-Shirts. Nicht so sehr zum Anziehen, sondern weil sie Träger von Geschichten sind.

Von Burkhard Müller

Eines Tages stieß Haruki Murakami auf der Insel Maui auf ein gelbes, schon etwas verblichenes T-Shirt mit der rätselhaften Inschrift "Tony Takitani - House - D". Was hatte das zu bedeuten? Da niemand es ihm erklärte, machte er sich selbst einen Reim darauf: So entstand die Erzählung "Tony Takitani". Mit solchen scheinbar belanglosen Fundstücken fängt Murakami ja gerne an. Dieses T-Shirt rangiert jedenfalls zu Recht als die Nummer eins unter Murakamis "Gesammelten T-Shirts"; es folgen 107 weitere. Gesammelt hat er sie eigentlich nicht, sie häuften sich eher allmählich an. Aber zu jedem weiß er etwas zu sagen: wann und wo er dazu kam, wie es ihm gefällt, ob er es oft trägt oder auch gar nicht. Gar nicht trägt er solche, die seine Verlage in aller Welt als Reklame für seine Bücher herausbringen, denn es wäre doch wohl zu affig, als sein eigener Sandwichman (japanisch "sandoitchiman") durch die Gegend zu laufen, oder?

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