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Harry Rowohlt auf der Leinwand:Am unteren Ende der Lindenstraße

Harry Rowohlt hat der Welt Wichtigeres hinterlassen - erinnern werden sich trotzdem viele an ihn als Penner Harry aus der "Lindenstraße" und Film-Sagenheld Finn Mac Cool.

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Harry Rowohlt in "In-Schwimmen-zwei-Vögel"

Quelle: dpa

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Übersetzer, Autor, Vorleser, Whisky-Genießer - und Schauspieler: Harry Rowohlt wird für vieles in Erinnerung bleiben, die stärksten Bilder stammen aber aus der Flimmerkiste.

Mit der Übertragung von Flann O'Briens Roman "Auf-Schwimmen-zwei-Vögel" ins Deutsche hat Rowohlt sich einen Namen gemacht. In der Filmadaption vom Werk seines Lieblingsautors spielte er 1997 dann selbst den altirische Barden Finn Mac Cool - pelzumwickelte Waden und Langschwert inklusive.

LINDENSTRAßE, FOLGE 827

Quelle: WDR/Eckbert Reinhardt

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Das sagenumwobene "breitere Publikum" erreichte er mit seinen Auftritten in der Vorabendserie Lindenstraße: Seit 1995 war er am unteren Ende der Straße unterwegs, als Penner Henry.

Er selbst hat laut ARD um die Rolle eines Obdachlosen gebeten, "weil das die einzige Randgruppe ist, die bisher in der Lindenstraße etwas stiefmütterlich behandelt wurde", soll er gesagt haben. "Und außerdem brauche ich dafür nicht viel Maske."

LINDENSTRAßE FOLGE 786 "Heute kommt der Weihnachtsmann"

Quelle: WDR/Gudrun Stockinger

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Die höchste Ehre für ältere Bartträger in Film und Fernsehen: Den Weihnachtsmann spielen für eine putzige kleine Familie durfte er in der Lindenstraße auch mal.

Harry Rowohlt als Penner Henry in der Fernsehserie "Lindenstraße"

Quelle: WDR/Eckbert Reinhardt

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Im echten Leben außerhalb der Filmstadt-Straßen nutzte er seine Penner-Prominenz aber auch, zum Beispiel für Sozialprojekte von Bahnofsmissionen und ähnlichen Einrichtungen.

Die letzte Penner-Harry-Lindenstraße lief am 18. August 2013 in Folge 1443 ("Alarmzeichen"). Nun ist er im Alter von 70 Jahren gestorben.

© SZ.de/aper/jobr
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