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Harald Schmidt geht zurück zu Sat 1:Pokerface

Wer ist der Mann, der alle Nase lang den Sender wechselt, und doch zu einer der großen Konstanten im deutschen Fernsehen gehört? Wir haben ein paar erstaunliche Gesichter an ihm entdeckt - die Bilder.

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Quelle: Bernd Jaworek/Sat.1

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Harald Schmidt spielt gerne Theater. Kaum wurde verkündet, seine ARD-Late-Night-Show bekomme einen neuen Sidekick, ist schon wieder alles neu: Schmidt wechselt zurück zu Sat1. Wer ist der Mann, der alle Nase lang den Sender wechselt, und doch zu einer der großen Konstanten im deutschen Fernsehen gehört? Wir haben ein paar erstaunliche Facetten entdeckt - die Bilder.

Text und Bildauswahl: Ruth Schneeberger/Michaela Förster/sueddeutsche.de

Harald Schmidt spielt Volpone

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Harald Schmidts Bühnen-Gesicht wird man künftig seltener sehen. In der Komödie "Volpone" mimte Harald Schmidt am Stuttgarter Staatstheater einen alternden, zynischen Geschäftsmann. Vom Theater will sich der 54-Jährige zurückziehen und zu seinen Wurzeln zurückkehren: Late Night.

Unser Charly Harald Schmidt

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Harald Schmidt hat viele Gesichter. In unserer Bildergalerie zeigen wir die 15 erstaunlichsten Beispiele.

Ein Partner und seine kalte Schnauze: Auch wenn sich Harald Schmidt oft zum Affen macht: Bei dem Dreh zu "Unser Charly" durfte er seine perfekt einstudierte Rolle an den tierischen Berufskollegen weiterreichen.

Harald Schmidt Pocher Elvis lebt

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Schmidt, der Entertainer: Auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Im Schauspielhaus Stuttgart, seiner Heimatbühne, kehrte er 2007 zu seinen ursprünglichen Ländle-Wurzeln zurück und feierte einen triumphalen Erfolg mit seiner glänzend inszenierten, selbst Aristophanes übertreffenden Theater-Persiflage "Elvis lebt. Und Schmidt kann's beweisen". Nicht vergessen: Theater heute wählte Harald Schmidt zum besten Nachwuchsschauspieler (im Alter von 45 Jahren). Doch seine Ambitionen sind klar: Er will aufs Cover.

Foto: ddp

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Ah! Schmidt! Schon wieder mit Äffchen. Während sich zwei Erwachsene unterhalten, stört der Giftzwerg in der Mitte durch animalisches Gepolter. Reinster Nervensport. Tatsache ist: An Schmidts öffentlich-rechtliche Fusion mit der Dezibel-Bombe Pocher musste sich Deutschlands Fernsehwelt eine Weile lang gewöhnen. Denn:

Foto: ddp

Oliver Pocher Harald Schmidt

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Das besorgte Gesicht: Ein Experiment der anderen Art wagte die ARD im Zuge ihrer andauernden Verjüngungskur-Versuche, indem sie Harald Schmidt und Oliver Pocher aufeinander los ließ. Sie können uns jetzt nicht sehen - aber wir machen gerade das gleiche Gesicht. Sie dürfen raten, wem der beiden Herren wir dabei ähnlicher sehen.

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Harald Schmidt

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Das natürliche Gesicht: Der Zeigefinger droht, die Augen suchen ein Opfer, dem man zur besten Sendezeit tüchtig auf die Füße tapsen darf. Seine völlig zu recht nicht tot zu kriegende Sendung "Harald Schmidt", ob nun im Öffentlich-Rechtlichen, oder wieder bei Sat 1, wird wohl noch die nächsten 50 Jahre lang dafür sorgen, dass Schmidts größter Wunsch einmal in Erfüllung geht: Dass er auf dem Dachboden seiner Enkel endet - als alter Mann, den endgültig keiner mehr leiden kann.

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Das Ursprungs-Gesicht: Einen gewissen Hang zur Misanthropie hat schon der sehr junge Harald Schmidt zu bieten, wie wir in der Sendung "Herr Schmidt wird 50, will aber nicht feiern", lernten.

Repro: WDR

Harald Schmidt Herbert Feuerstein

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Das alberne Jungs-Gesicht: Mit seinem einstigen Spaß-Kumpanen, der gebürtigen Zwergbrillenratte Herbert Feuerstein, tummelte sich der gebürtige Nürtingener Anfang der Neunziger in der Sendung "Schmidteinander". Das war zu einer Zeit, in der ungewöhnliche Kostüme die Menschen noch zum Lachen bringen konnten. Wie Matrosen auf einem Schiff schwankte auch das Niveau der Witze beträchtlich. Trotzdem: A star was born!

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Harald Schmidt

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Das Nacktmull-Gesicht: Von Schmidts Intermezzo mit Waldemar Hartmann ("Waldi & Harry", ARD) während der Olympischen Winterspiele in Turin 2006 mag der Zuschauer halten, was er möchte. Festzuhalten bleibt, dass Schmidt auch im Rodelanzug eine recht interessante Figur machte - ähnlich wie Jahre zuvor im "Tanztheater" mit Feuerstein. Da war er zwar deutlich jünger - die schöne Wurm-Form aber ist geblieben. Kompliment, Herr Schmidt! Und weil wir uns nun gänzlich im Körperkult verloren haben, ...

Foto: dpa

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Quelle: SZ

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... hier noch mal, weil es so schön ist, das echte Nacktmull-Gesicht. Kaum möglich, aber es wird noch heißer: ...

Foto: dpa

Harald Schmidt Melissa Graham

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Das nasse Gesicht: Die Sängerin Melissa Graham kennt außerhalb Großbritanniens kein Mensch, trotzdem durfte sie als Gast in der "Harald Schmidt Show" bei Sat 1 ihren Speichel auf Schmidts Antlitz hinterlassen. Die Frage ist, auf wen man dabei neidisch sein darf. Um Sie ein bisschen abzukühlen, folgt nun ...

Foto: AP

Harald Schmidt

Quelle: SZ

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Das Waldschrat-Gesicht: Nach seiner "Sommerpause" von Dezember 2003 bis Dezember 2004 hatte Harald Schmidt nicht nur schon einmal den Sender gewechselt. Damals von Sat1 zur ARD. Er kehrte mit neuer Haar- und Bartmode auf die Bildschirme zurück - und sorgte für eine gespaltene Nation: Die einen waren begeistert von Anarcho-Harry, die anderen wünschten sich nichts sehnlicher als den ansehnlicheren seriösen Herren zurück. Letztere haben gewohnen. Zumindest, was das Äußere betrifft.

Foto: WDR/Herby Sachs

Harald Schmidt

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Das semi-seriöse Gesicht: Am 19. April 2007 hatte Harald Schmidt ein halbernsthaftes Gastspiel im "heute journal" des Zweiten. Der Auftritt war mit großer Spannung erwartet worden - doch Schmidt gab seinen Feinden wenig Grund zur Freude: Er verhaspelte sich kein einziges Mal. Wir haben es doch gewusst. Tief in ihm drin steckt eigentlich ein zweiter Jens Riewa.

Foto: AP Photo/ZDF/Carmen Sauerbrei

Harald Schmidt

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The sexy face: Mit Grauen wendet sich Thomas Gottschalk bei "Wetten, dass...?" ab, als Harald Schmidt im engen Dress und auf Rollschuhen anmutig durch die Halle gleitet. Dass Schmidt dies tut, obwohl er seine Wette damals gewonnen hatte, spricht für seine ausgeprägte exhibitionistische Ader.

Foto: dpa

Harald Schmidt

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Das zweite Gesicht: Rechtsradikalismus führt in den Untergang - das war die Botschaft, die Harald Schmidt mit der pointierten Darstellung Adolf Hitlers in seiner Show verbreitete. Er hatte dünnes Eis betreten, war aber nicht eingebrochen.

Foto: ARD/Klaus Görgen

Harald Schmidt

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Das Moppel-Ich-Gesicht: 1995 war Harald Schmidt gerade erstmals mit seiner Late-Night-Show zu Sat 1 "on air" umgezogen. Über den Wechsel vom Öffentlich-Rechtlichen zum Privaten und von der wöchentlichen zur täglichen Show spricht sein Gesicht Bände. Die Frage ist nur: Was macht schneller dick - der dicke Scheck oder der Stress? Und: Geht Dirty Harry jetzt nur zurück zum Privatfernsehen, um wieder was auf die Rippen zu bekommen?

Foto: AP

© sueddeutsche.de/rus
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