HannoverPrinzen streiten um Marienburg: Verhandlungstermin im März

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Das Schloss Marienburg in der Region Hannover steht im warmen Licht der aufgehenden Sonne.
Das Schloss Marienburg in der Region Hannover steht im warmen Licht der aufgehenden Sonne. Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

Nach einem mehrmonatigen Aufschub im gerichtlichen Streit der Welfenprinzen um das Schloss Marienburg wird es Ende März doch noch ernst: Das Landgericht...

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Hannover (dpa) - Nach einem mehrmonatigen Aufschub im gerichtlichen Streit der Welfenprinzen um das Schloss Marienburg wird es Ende März doch noch ernst: Das Landgericht Hannover hat den Verhandlungstermin in dem Streit zwischen Ernst August Prinz von Hannover und seinem Sohn auf den 24. März (14.00 Uhr) gelegt. Die Anordnung des persönlichen Erscheinens von Vater und Sohn sei anders als beim ursprünglichen Termin im vergangenen November aufgehoben worden. Der Grund: Die zuständige 16. Zivilkammer halte eine persönliche Vernehmung „für nicht erforderlich“, teilte das Landgericht mit.

„Groben Undank“ hatte das 68 Jahre alte Oberhaupt der Welfen, Ehemann von Prinzessin Caroline von Monaco, seinem Sohn vorgeworfen - und die Marienburg zurückverlangt. Nach Angaben des Landgerichts Hannover stützt Ernst August Prinz von Hannover seinen Anspruch unter anderem auf den Widerruf einer Schenkung infolge „groben Undanks“, ungerechtfertigte Bereicherung und den Wegfall der Geschäftsgrundlage. Seinem Sohn hatte er den Grundbesitz 2004 und 2007 in vorweggenommener Erbfolge geschenkt.

Ernst August Erbprinz von Hannover konterte, die Klage des Vaters sei „substanzlos“: „Alle Argumente der Klage sind in der Vergangenheit bereits außergerichtlich entkräftet worden. Der gerichtlichen Auseinandersetzung sehe ich vor diesem Hintergrund gelassen entgegen.“ Ursprünglich hatte der 38-Jährige die frühere Sommerresidenz der Welfen für einen Euro an die öffentliche Hand verkaufen wollen. Nach dem Einspruch seines Vaters scheiterte der mit der niedersächsischen Landesregierung ausgehandelte Deal. Danach kamen Schloss und Inventar in eine Stiftung.

Hintergrund der Terminaufhebung war nach früheren Angaben des Landgerichts, dass der Prozessbevollmächtigte der beiden Kläger das Mandat kurzfristig niedergelegt hatte. Die beiden Kläger sind demnach der Welfenprinz Ernst August senior und eine Firma aus Salzburg, eine EAH BetreibungsgmbH.

© dpa-infocom, dpa:220228-99-324329/2

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