Opernfestspiele MünchenGesittete Psychoshow

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Er will das Leben genießen, muss aber dann den Mord an seinem Vater rächen: Allan Clayton als Hamlet in München.
Er will das Leben genießen, muss aber dann den Mord an seinem Vater rächen: Allan Clayton als Hamlet in München.
Wilfried Hösl/Bayerische Staatsoper

Kunstfertigkeit trifft auf Tiefenpsychologie: Brett Deans "Hamlet" eröffnet die Münchner Opernfestspiele.

Von Reinhard J. Brembeck

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Allan Clayton ist in München Hamlet, ein lebenslustiger Typ mit Vollbart, den die Familienumstände allerdings zu einem zornig singenden und über die Nationaltheaterbühne tobenden jungen Mann machen. Sein Problem ist, dass ihm der Geist seines gerade gestorbenen Vaters einredet, er sei von seinem Bruder ermordet worden. Hamlets Problem und auch das seiner Entourage am dänischen Königshof ist, dass man hier wie auch überall sonst auf der Welt Aussagen von Geistern nicht besonders ernst nimmt. Auch Hamlets verzweifelt seltsamer Versuch, seine Mordermittlungen mittels einer von dem anarchisch hinreißenden Akkordeonisten James Crabb angeführten Pantomimegruppe voranzutreiben, führt zu keinerlei gerichtsverwertbaren Ergebnissen.

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Interview Brett Dean
:"Ich habe nichts gegen Arien"

Vor sechs Jahren kam Brett Deans Oper "Hamlet" mit sensationellem Erfolg beim Festival in Glyndebourne heraus, nun eröffnet diese Produktion die Münchner Opernfestspiele - ein Gespräch mit dem Komponisten über Freiheit und die Suche nach dem eigenen künstlerischen Weg.

SZ PlusVon Egbert Tholl

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