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Kunstschätze in der Hagia Sophia:"Eingriffe und mögliche Veränderungen"

Die Hagia Sophia öffnet als Moschee

Das Istanbuler Wahrzeichen Hagia Sophia.

(Foto: Marius Becker/dpa)

Im Sommer ließ der türkische Präsident Erdoğan die Hagia Sophia von einem Museum in eine Moschee umwandeln. Nun warnt die Unesco vor Veränderungen der historischen Bausubstanz.

Die UN-Welterbeorganisation Unesco drängt auf den Schutz christlicher Kunstschätze in der Hagia Sophia und der Erlöserkirche im einstigen Chora-Kloster in Istanbul. Der Vizegeneraldirektor der UN-Organisation, Ernesto Ottone, verlangt nach Angaben des Portals orthodoxtimes.com von der türkischen Regierung die Rückkehr des Unesco-Spezialbevollmächtigten Mounir Bouchenaki an den Bosporus. Bouchenaki soll demnach "Eingriffe und mögliche Veränderungen" überprüfen, die an den beiden byzantinischen Gotteshäusern nach deren Umwandlung in Moscheen vorgenommen wurden. Die beiden Bauwerke waren im Sommer auf Betreiben der Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan und unter Missachtung der Unesco-Vorschriften von Museumskirchen in Moscheen verwandelt worden. Der Unesco-Vizegeneraldirektor sei vor allem beunruhigt über die möglichen türkischen Eingriffe in die Bausubstanz der beiden Gotteshäuser, hieß es.

© SZ/kna/jhl/jsl
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