„Ich guck dich an und muss mich fremdschäm’n. / Ja, es stimmt, Geld ändert Menschen. / Du warst ein brother from another mother, family. / Komm mir nicht mit handshake, geh, lutsch die Schwänze! / Bist du zufrieden, wenn du heute vor deim Benz stehst? / Komm’n Schlampen jetzt, woll’n Fotos haben? Kriegst du Komplimente? / Du bist jetzt Superstar, der nur in Hotels schläft? / Machst dir Nutten klar, hah? Auf Facebook und Werkenntwen? / Cartier-Schmuck am Hals und an Handgelenk? / Du bist jetzt richtiger Rapper und so richtig am Glänzen. / Machst mit Benz C-Klasse ein auf Bentley. / Weil du jetzt paar Mädels fickst, denkst du, du bist MJ.“
Lyrik und Rap„Deepe Message in die Fresse“
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Rapper wie Haftbefehl haben die vulgäre Pöbelei auf Deutsch in Mode gebracht? Keineswegs. Ein Blick in die Literaturgeschichte zeigt: Leidenschaftlich beschimpft haben sich Dichter schon vor Jahrhunderten.
Von Alexander Estis
