Interview mit Günter Rohrbach„In der Nazizeit ist ein junger Mensch wie durch einen Tunnel gelaufen“

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Günter Rohrbach: „Die Nazis setzten alles darauf, die Jugend zu begeistern. Ich war einer von ihnen.“
Günter Rohrbach: „Die Nazis setzten alles darauf, die Jugend zu begeistern. Ich war einer von ihnen.“ Alessandra Schellnegger

Der 96-jährige Filmproduzent Günter Rohrbach über die Jugend im Dritten Reich, Versuchungen und Gewissenszwänge in der Diktatur und das Schweigen des liberalen Verlegers Siegfried Unseld über dessen Eintritt in die NSDAP.

Interview von Joachim Käppner

Günter Rohrbach, geboren 1928 im saarländischen Neunkirchen, gilt als einflussreichster Fernseh- und Kinoproduzent der jüngeren deutschen Geschichte. Er ist vielfach mit Preisen gekrönt, arbeitete für heute legendäre Produktionen mit Rainer Werner Fassbinder, Margarethe von Trotta, Helmut Dietl, Klaus Lemke und Wolfgang Petersen, er verantwortete die Erfindung der „Tatort“-Reihe und setzte 1979 als Fernsehspielchef des WDR gegen massive Widerstände die Ausstrahlung der amerikanischen TV-Serie „Holocaust – Das Schicksal der Familie Weiß“ durch. Später produzierte er etwa „Das Boot“ und die Arbeitersaga „Rote Erde“. Die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und ihren Abgründen zieht sich durch sein Werk.

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