Gün Tank: "Die Optimistinnen. Roman unserer Mütter":Ein Leben im Akkord

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Gün Tank: "Die Optimistinnen. Roman unserer Mütter": Die Autorin Gün Tank war neun Jahre lang Integrationsbeauftragte des Berliner Bezirks Tempelhof-Schöneberg, heute ist sie dort für Menschen mit Behinderung da. "Die Optimistinnen" ist ihr erster Roman.

Die Autorin Gün Tank war neun Jahre lang Integrationsbeauftragte des Berliner Bezirks Tempelhof-Schöneberg, heute ist sie dort für Menschen mit Behinderung da. "Die Optimistinnen" ist ihr erster Roman.

(Foto: Heike Steinweg/S. Fischer)

Von den Arbeiterinnen der ersten Einwanderergeneration und was sie auch für die deutschen Frauen erkämpfen mussten, erzählt Gün Tank in ihrem Debüt "Die Optimistinnen".

Von Lilly Brosowsky

Armando Rodrigues de Sá kam 1964 am Bahnhof von Köln an. Er ging als der millionste "Gastarbeiter" in die deutsche Geschichte ein. Man schenkte ihm an diesem Tag ein Moped und vergaß ihn schnell wieder. Er starb an Krebs in seinem Heimatdorf in Portugal, ohne dass ihn jemand darüber aufgeklärt hätte, dass er in Deutschland Krankengeld hätte beantragen und so vielleicht eine bessere Behandlung hätte erhalten können. Eine bezeichnende Geschichte für den Umgang mit den Arbeitsmigranten der Nachkriegszeit.

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