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Grüne und Union:Annalena und Robert, Armin und Markus

FILE PHOTO: Germany's Green Party delegates conference in Bielefeld

"Robert und ich ..." "Annalena und ich ...": Habeck und Baerbock im Stadium der Achtsamkeit.

(Foto: Leon Kügeler/REUTERS)

Während CDU und CSU im Sandkasten aufeinander eindreschen, war die Kandidatenkür der Grünen knackig, achtsam, lieb - und kaltblütig gut inszeniert. Zeit für ein Lob.

Von Alexander Gorkow und Gerhard Matzig

Es ist bekannterweise nicht so, dass viele Bürgerinnen und Bürger Parteiprogramme studieren, auch deshalb ist es zwingend, den hervorragenden Lauf, den die Grünen derzeit haben, ohne jeden Argwohn auch der wunderschönen Oberfläche zuzuschreiben, die sie gerade vorzeigen. Ein Lob von hier aus an Bühnenbild und Regie. Während die Halbstarken von der Union, offenbar alleingelassen von allen Imageagenturen, mit schief sitzenden Gesichtern im Nieselregen vor der Titanic-haften CDU-Parteizentrale im grottigen Berlin auflaufen oder durch nasse Scheiben dabei gefilmt werden, wie sie in grässlichen Sitzungssälen herumfläzen und sich hassen, so erstrahlt, was die Grünen darbieten, wie ein Feinkoststand in etwa Hamburg-Blankenese oder Düsseldorf-Oberkassel: moosgrün, gelb, knackig und lieb, geerntet im Einklang mit den Gestirnen.

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