Wlan ist, popistisch gesprochen, eine Sauerei. Am Versende zumal. Dort, wo es sich reimt - also angeblich. Mehr dazu später. Nichts gegen die Themensetzung natürlich, im neuen Wahlkampfsong der Grünen. Digitalisierung: wichtig. Deutschland ist da ja, was man so hört, noch etwas weiter abgehängt als bei der Popmusik. Schande aber über den- oder, eh klar, diejenige, die diese auf "n" auslaufende Konsonanten-Kurzsilben-Sängergroßprüfung von einem Wort hinten an Zeile vier des Songschemas gepackt hat. Und nichts als Respekt für die Frau im Video - Setting, Körperhaltung, Frisur und Cardigan deuten darauf hin, dass es sich um eine Lehrerin handeln könnte -, die sich dennoch unter Aufbietung aller Wortdehnungskunst ("We-hee-lan") gegen das unvermeidliche Absaufen stemmt. Heroisch. Letztlich aber freilich chancenlos.
Wahlkampfsong der GrünenGrabenkrieg in Liedform
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Die Grünen umarmen in ihrem neuen Wahlkampfsong "Ein schöner Land" alle, egal ob sie an Gott glauben oder an Robert Habeck. Ob sie Würste grillen oder Wlan brauchen. Über die immense Eigenheit des Musikgenres "Deutschsprachiger Wahlkampfsong".
Von Jakob Biazza
